Montag, 7. Januar 2013

Im Fluss

Kairos - ich las etwas über den Begriff und fing an, darüber nachzusinnen, was der richtige Zeitpunkt für Entscheidungen denn tatsächlich bedeutet. Wir alle, jeder einzelne von uns für sich haben so unserer speziellen Zeitpunkte und alles in allem gibt es mit Sicherheit keine Sicherheit, jemandem einen guten Ratschlag zu erteilen, denn eine gute Entscheidung zum rechten Zeitpunkt zu treffen, ist eine Mischung aus 50% Erfahrung, 20% Logos und 30% Glück - zumindest nach meiner persönlichen Statistik.

Und selbst bei Menschen, die mich für Entscheidungen um Rat fragen, versuche ich in der Regel sie dazu zu bringen, sich auf ihre eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen zu besinnen. OK, manchmal muss man ein bisschen deutlicher werden, aber alles in allem ist es keine gute Idee, eine für sich selbst passende Entscheidung als Blaupause an jemand anders weiter reichen zu wollen. Das wird relativ oft ein Schuss ins Blaue, der vermutlich am ehesten irgendwas in Nachbars Garten kaputt macht, anstatt im Ziel zu landen.
So wie die anderen Parameter individuell sind, ist auch der Zeitpunkt ...kompliziert. So wie man die Muse nicht zwingen kann - und ich weiß das aus leidvoller Erfahrung nur zu gut - kann man auch einen kritischen Moment nicht passgenau herbei führen. Es ergibt sich, doch wenn es dann endlich so weit ist, braucht man Mut, Energie und vor allem vertrauen in sich selbst. 

Warum ich darüber räsoniere? Weil ich schon eine Weile am Scheideweg stehe und mich nun endgültig fragen muss, ob es nicht an der Zeit ist, endlich die nötigen Entscheidungen zu treffen. Und wahrlich scheint die Zeit reif. Reif für Wandel...

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